Du versuchst vergeblich jemandem klar zu machen, dass du nur die Summe deiner Teile bist.
Die Summe deiner Anteile, Stimmen und Fähigkeiten, aber das versteht dann wieder niemand. Du machst eine Rechnung, führst es ihnen vor. Das ist dein Problem.

„Ich bin die Summe.
Summiere ich meine Anteile, so bin ich ein Dipol. Verschiedene Pole, die aufeinander einwirken, verschieden Fronten, die gegeneinander kämpfen.

Summierst du meine Anteile, wüsstest du nicht mehr, wer davon ich selbst bin.
Summiert man meine Lügen, sieht man die Wahrheit schon lange nicht mehr.
Wenn man meine Fehler summiert, bin ich sogar zu böse für die Hölle.
Wenn man die Höllen summiert, die ich schon gesehen habe, weiß man nicht wo man mich hinstecken soll. Meine Albträume summiert, ergeben unzählige Hollywood-Blockbuster-Psycho-Horrorfilme.
Wenn ich die Zusammenbrüche summiere, wärst du schon längst daran zerbrochen. Summierst du meine Narben, wüsstest du nicht, dass man sich das in Leid und Verzweiflung antun kann.
Wenn ich meine Mahlzeiten einer Woche summiere, würdest du vielleicht nur einen Tag damit auskommen.
Summierst du meine Noten, bekommst du einen Schnitt, von dem du träumst.
Summiert man meine Todeswünsche, habe ich mich schon zu Tode gewünscht.“

Du hast zwei Lager in dir, sie führen Stellungskriege.
Zwei Stellungnahmen von zwei Personen, zwei Persönlichkeiten, mit gegensätzlichen Eigenschaften.
Du bist ein Atom ohne Kern, innen nur negativ geladen, nach außen neutral. Innen außen kein Sonnenstrahl, Todesqual.
Nach außen scheint es positiv, aber du bist ein Dipol definitiv.
Deine Lache ist verrückt, dein Äußeres entzückt, sehr schnell gebückt.

Du bist eine leere Hülle, Hass in Fülle, Leere auf großem Raum, mit Angstzuständen versetzt,
„bin entsetzt, was aus meiner Tochter geworden ist, bin verdorben voll Unglück“ nein das sagt er nicht. Du rollst dich zusammen, bist bei dir ganz dicht. Zu nah dran, Fokus auf einer Wand, ohne Tür, ohne den Schnüren, die zum rechten Wege führen.
Du kannst deinen Atomen nicht entfliehen, kannst den Teilen ihren Dipol nicht entziehen.
Der eine schwarz, der andere weiß, der eine rechts, der andere links, dick und dünn, groß und klein und wieder andersherum, klein und groß und dünn und dick, so geht es ständig im Kreis, du drehst deine Atome nur herum, machst Isomere aus ihnen, brichst nicht aus, aus diesem Fluss, die Pole ziehen dich an, zersprengst deine Bindungen nicht.
Du wirst angezogen von Fehlern und Drogen. Lügen und Hass. Fühlst dich wie die Schlampe von nebenan, jetzt bist du wieder dran!

Du bist so viel mehr als deine Teile, du bestehst nicht nur aus Summen.
Aber wie soll man dir das sagen, du wirst es nicht einmal hinterfragen.
Denn du bist gefangen, in deinem Netz aus Teilen, in deiner Hülle, in deiner Rechnung.
Spring dich frei, komm raus aus deinem Atom, schaufle dir einen Ausgang, krabbele zum Ende des Netzes, denn nur du bist der Macher deines eigenen Gesetzes.

 Maxi

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