„Aber ich vermisse dich nicht!“

Ich wandle so durch meine Galaxien; dich zu oft angeschrien, angefleht, doch nur in meiner dunklen Welt, nicht in der Realität.
Ungebremst wandle ich zur nächst größeren Umlaufbahn, Gedanken stark: Was habe ich allen nur angetan?
Wir gehörten zusammen; sind plötzlich nur gemeinsam … ich bin einsam.
Aber ich vermisse dich nicht.

Entschuldigung, dass wir gemeinsam vereinsamen, deine Blumen waren ein Anfang, nur zur falschen Zeit, tut mir leid, davon hab ich grad zu wenig, doch brauch sie eh‘ nicht, außer für mich. Ich vermisse dich eben noch nicht.

Zugegeben, ich spring hier gelegentlich in den See, lebe hier „weit über den Dingen“, aber es tut so verdammt weh!
Könnte ich dich einmal seh’n, ohne dieses Flehen?
Könnte ich einmal mit dir reden, ohne diese Sehnsucht?
Nein, es trifft mich mit aller Wucht:

Ich vermisse dich (nicht) und wir sind (gem)einsam.

Ich vermisse dich nicht, bin ohne dich nicht einsam, nur ohne mich; hab mich verloren, irgendwo auf dem Weg von dir zu mir!
Könntest du bitte einmal versuchen, vielleicht nicht zu verstehen, nur anzunehmen? Nicht alles nach deinem Gleichungssystem auflösen, bitte, ich versuche, mich von dir loszulösen! Verstehst du nicht? Ich bin die Verwundete im Kinderkrieg!

Hab‘ viel Scheiße gebaut, Mamas Kippen geraucht, Papas Klippen gebraucht.
Ja, zwischen Schutt, Asche, Staub und Rauch, hätte ich dich auch einmal gebraucht, hättest du mich einmal aufgebaut!

Depression ist wie Sinken, ist wie ertrinken, nur dass du alle anderen atmen siehst, sagen sie.
Wart‘ mal hier, und auch wenn’s kalt wird, du wirst deiner Rolle nicht enflieh’n, kannst du mich fliegen seh’n?!
Hättest du auf die Überreste gesehen, ohne dich wieder wegzudrehen?

Doch, was frag ich dich, ich vermiss‘ dich doch nicht. Ich lass die Wahrheit außer Acht, hättest du gesagt, ganz mit Bedacht, hätte mich das umgebracht.

Maxi

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