Der Blick geht in’s Nichts, ihre gerunzelte Stirn an der kalten, harten Fensterscheibe, die Arme um die angezogenen Beine geschlungen. Gedankenkreisen, doch Kreise so groß wie Planetenumlaufbahnen.
Sie weiß nicht, wie weit ihr Geist reicht, noch nicht. In diesem Moment kommt sie sich vor, wie ein unentdeckter Planet, der seine Umlaufbahn verlassen hat, den richtigen Moment verpasst, zu spät um auszusteigen, zu dunkel um die Abkürzung zu nehmen.
Sie hat vergessen wer ihr Heimatkreis ist; vergessen wie man richtig ist; sich selbst verloren in all dem Mist. Dabei hat sie sich noch nie wirklich gefunden, nur überwunden, sie ist einfach im Wunder verschwunden.
Dieser Planet war ein Wunder für die Meteorologen dieser Stadt, denn niemals legte sie ihre Schönheit ab.
Sie schloss mit 1,6 ab, lernen der Tagesplan, ließ sich niemals ihre Hässlichkeit im Herzen anmerken. Opa starb, das war der einzige Tag, an dem sie länger im Bett lag, doch am zweiten Tag waren es ihre Träne, die als Erstes erstarb, Frage ist wer da wirklich starb…
Von da an nicht mehr gebetet, Schmerzen gibt es nicht, eine Illusion dieses Licht.
Sie hat allmählich all die Sätze satt, findet doch kein Wandel statt, irgendwann verlässt sie dies Stadt. Auf den Partys immer die Schönste, in der Klasse die Klügste, zuhause die Zicke, bei Freunden immer die Süße, verdammt sein diese Lügen.
Sie können höchstens verblassen, werden niemals in ihr Gesicht lachen, Sorgen vergessen machen, bitte nur ein einziges Mal lassen!

Doch wenn sie mehr sein soll, als das schöne Lächeln, die tiefblauen Augen und bezaubernde Gestalt, warum hat er sie dann nicht verlassen?
All die Enge schluckt sie weg, all den Ballast schneidet sie ab, all das was sie hasst.
Vielleicht ist es gerade das, was sie ausmacht.

Gedankenmüll, doch manchmal kann man eben nicht mehr, verzweifelt sie zu sehr. Das wird schon wieder, bald riecht sie das Leben, bald hört sie die Lieder. Ach ja, kommt sie wieder, manchmal war das unklar, wo sie doch nur noch einen Wunsch hat, gibt es jemanden der da ran kommt?
Hunderte Schreie in einer Hölle, zu viel Blut auf einer Höhe, Pillen geben das Nötigste.

Doch am Ende war sie es selbst, die sie von der Brücke holte. Auch wenn sie es keinem glaubt, bis heute.

Im Nichts ist sie trotzdem noch das Schönste, jetzt bei dieser Blöße, gibt es eindeutig Gut und Böse. Auf eigener Höhe. Planetenhöhle.
Hochsensibel schenkt sie Güte. Das ist das wahre Schöne.

Das Mädchen mit den Narben, das sich selbst suchte, die anderen verstand, und darin sich fand. Nicht mehr verschwand, gott sei Dank. Irgendwann.

Maxi

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