1
Unbarmherzige Szenen, zu viele um sie aufzunehmen, zu wenig um es endlich aufzugeben.
Jedes Mal vor dem rastlosen Schlaf, ein neuer Schlag, wie lange noch, bis ich dich gar nicht mehr ertrag? Ich töte mich, wenn ich es dir aufsag‘, wieder ein Mal.
Liebe Welt, lass mich einfach gehen, du musst mich nicht mitnehmen.
Wir sind rastlose Seelen.
Zu feige um den Sinn aufzugeben. Lass dir niemals deine Zweifel nehmen!
Doch bitte lass uns gehen.
Ich muss mich nicht verstehen; aber dafür würd‘ ich alles geben.
Du stiehlst mich, aber du hast mich nicht,
denn ich weiß nicht, wer ich bin – wird mich jemals wer erkenn‘?
Es tut mir leid, ich erfriere hier und du stirbst mit mir, aber du weißt ja, wir waren hier.

Ich wiederhole immer wieder: lasst mich gehen, ich will doch bloß mal schweben!
Mich selbst aufgeben, um neu zu beginnen.
Liebling, nimm mich bitte mit, ich will so weit zurück.
Ich mach alles anders, wenn ich kann, frag nicht, wann.
Du musst nicht um mein Leben bangen, es ist verlassen.
Doch auch dafür kann ich dich nicht hassen.

2
Worte brechen ab und Worte schnüren mir den Hals zu, sie töten es, verändern alles.
Um 14 Uhr noch geschrieben, weite Augen, eigenes Leben und um 17 Uhr mündig, alles aufzugeben; mich vom Boden nicht noch einmal aufheben, lass mich liegen, ich bleibe verschwiegen!
Es ist schon verdammt grässlich, wenn man sich zwischen Brücke und Zug nicht entscheiden kann, meint man dann.
Es tut mir leid, was ich dir tue, ich hab mich nicht mehr unter Kontrolle.
Wenn ich Tränen auf die Straßen spucke, nicht weiß, wohin ich soll:
allein-sein oder gefesselte Freiheit, so geh‘ ich nach meinem Zeitgeist, der hieß: schreien!
Entschuldige, und dieses eine Mal muss ich noch weinen.

Maxi

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