Sag mir, ich bin gesprungen,
nicht in den Abgrund,
nicht von den Brücken,
sondern nach ganz weiß oben.
Sag mir bitte genau wann das war und wo. Ich kann es nicht sagen. Laut!
Denn da war doch ein „Ich-liebe-dich“ gehaucht, aus Stick- und Sauerstoff.
Und auch ein „Ich-dich-auch“ geflüstert, ein so wunderbares Wort-Gerüst!
Ich bin da nach oben gesprungen, hab auch schon gesungen und vielleicht ein-, zweimal getanzt, auch wenn ich es nicht kann. Und das war das Schöne daran.
War im Mondschein auf dem höchsten Berg, okay nicht ganz, aber es war genau derselbe Glanz!
Da war ein Kuss und ein Rütteln, da war sogar ein Drink – geschüttelt.
Kann den ganz gut vertragen.
Ich kann dich gut ertragen und du kannst mir das auch sagen, fühlt sich so gut an.
Bei dir bin ich ganz.
Hätte niemals gedacht, dass ich das mal sagen kann, Anlauf nehmen kann und wirklich springen dann.
Da war kein Aufprall aber ein Knall, ganz laut, du hast doch zugeschaut!
Hast du gesehen, wie ich in der Luft schweb‘?
Es ist so viel ausgefüllt, ich hab Angst, dass es mich in die Höhe hebt.
Fühl mich noch ein wenig gebrechlich, wenig zerbrechlich.
Zweifelnde, bin ich, nimm mir das bitte nicht!
Es gibt nichts Schöneres als Dich, zwischen uns brennt es nicht, es funkelt nur ein bisschen.

Sag mir, ich bin gefahren,
nirgendwo – hin gefallen,
nur kurz stehen geblieben,
zum Atmen und Luft holen.
Ich hab mich aus der Hölle weggestohlen.
Sag, ich springe,
ich komme mit.

Maxi


Springen (02/09/15)

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