Ich kann dich nicht schreiben, das ist unvereinbar, das geht nur in milchglasklar, du bist zu schön gescheitert. Das Glas in deiner Hand, Freitag-Abend, Kerzenlicht verdammt, macht dich auch nicht zu Kant. Und mich nicht zu Goethe, auch wenn ich wünschte, er schickte mir seine Wörter. Denn sein Werther, schaffte es viel besser, er machte es schneller, ich bin viel kränker, bist du noch schlechter?
Ständig dieser Wettbewerb, wer das kleinere Vertrauen hat, ich hatte das schon vor Jahren satt, ich wünschte, es ging darum, wer glücklicher wär.
Aber daran wärst du eindeutig gescheitert, du hasst es, wenn dich wer erheitert, warum ich das so lang probiert hab? Weil ich dich schön fand. Hätte bloß jemand ein besseres Wort dafür erfunden, ich hätt es so gern empfunden, aber auf einmal war es verschwunden. Ich konnte nur nicht mehr weiter dran scheitern, denn dann war ich verwundet, hat dir so viel geschuldet, du bist jetzt noch mit ihm verbündet, ich hab das nie ergründet.
Vielleicht ist das Wort Schönheit, aber selbst das hat zu viel Endlichkeit.
Alle Texte über dich sind immer gescheitert.
Man kann dich nicht schreiben.

Maxi

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