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Paula –
Es hat aufgehört mit dem Surren und dem Zittern der Muskeln. Mit der Genugtuung, dass sie es endlich überprüft und krank gemacht haben. Nein. Nur damit, dass sie was gesehen haben. Damit, dass du mich entdeckt hast.
Auf Fensterbrettern, in der Lücke zwischen Schweigen und Reden. Ich hab wieder angefangen – in der Pause zwischen deinen Wörtern und Fehlern. Ich hab mich auf fremden Armen gelesen, in deinem Gesicht mein Lächeln wieder gefunden. Meine eigenen Sätze in deiner Musik und im Lila und Schwarz gehört. Irgendwie hab ich mich da wieder gespürt, wo alles zerrissen wurde und die Risse sich so groß vor mir auftürmten. Eigentlich hat es mit den Schmerzen und dem dann unausweichlichen Weinen aufgehört.

Schmerzen –
Da stehst du dann also, mit einer Hand und dem Bein so halb im Grab. Und alle müssen anfangen. Mit dem Auffangen, jedes einzelne Mal und ich muss mich an Sekunden entlang hangeln und wieder aufstehen nach dem jedes-mal-wieder-Fallen. Und manchmal sollen wir ganz laut „Aua“ schreien, wenn’s wieder einmal schmerzt. Das bekommt dann plötzlich Farben und Buchstaben und die Gedanken schreibt man auf Karteikarten. Und weil plötzlich alle da sind, weil ich bald selbst bemerke, wie wenig ich eigentlich brauch’. Weil wir jetzt selbst zusehen können, weil das Eis um unsere Körper taut; es ganz schrecklich aussieht, wie du weinst; du aber nicht lang so bleibst, da stellst du dann fest, dass wir uns grad selber bauen. Ganz von selbst.

Fragen –
Und die Fragen nach dem Warum, stell’ ich dann nicht mehr ihm, stellst du nicht ihr; sondern uns selbst. Weil es alles ist, was zählt, mit welchen Farben du dein Inneres bemalst und wo du deine geschriebenen Worte herhast. Ob du den nächsten Griff schaffst, den nächsten Schritt wagst, liegt nur in diesem Moment.
Als ich mich der Realität wieder näherte, hab’ ich versucht die anderen zu suchen … aber da gab’s dann noch viel mehr als die anderen. Da fand’ ich die Bücher wieder, das unerlässliche Sonnenlicht und die Schönheit, wenn’s durchs Fenster bricht. Da war die Hitze und das große weiße Nichts. Das man befüllen kann, mit Farben, Namen, Strahlen; macht mich so gespannt.

Jetzt –
Aber selbst das war nicht der Grund, warum es aufgehört hat und die Girlanden waren nicht an dem Ort, wo es passiert ist. Und Paula, die vielen Schmerzen und Fragen, leben nur noch in Sätzen und im angeblichen Herzen; wollt sie zwar erst nicht hergeben, aber war so schön sie aufstehen zu sehen; mit ihr hab ich die Schönheit erlernt.
Und trotzdem war das nicht der Lärm, der die Stille brachte; sie war nicht der einzige Grund, dass ich aufklappte; der Ort war nicht das Wunder.
Da hat es nicht aufgehört, denn das hab ich eigentlich gar nicht erwähnt.
Denn dann kamst du.

Maxi

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