Schlagwörter

„Bleib wo du bist. Ich komme.“ sagte er und sie schluchzte ein letztes Mal. Unter dem dunkelblauen Regen und roten Backen hat sie den Halt verloren und ihre Hände nicht mehr gefunden. Und, scheiße, ihr Handy ist verschwunden. Das Rad verbogen, der Lenker abgebrochen.
Es wird immer kälter, sie immer härter. Zurück in’s Alaska. So weit runter.


Halt mich fester,
mach mich stärker,
bitte mach mich besser.
Geh mit mir unter,
drück mich.
Schmerzhaft
Lass es dann fallen.


Sie hat nur tschüss gesagt und sie hat ihn nicht geküsst. Wieso immer alles verwischt, wenn es sie trifft? Weil sie es schreiben muss. Wo ist mein Stift? Doch grad wenn sie versucht, es aufzukehren, verweht der ganze Mist.
Und sie mag’s gern leise, ist fast heiser, von so viel Schreien; in ihrem Alaska schneit’s so laut, dann hat sie ihm nicht mal hinterhergeschaut.
„Ich komme sofort. Es ist alles ok. Ich bin nur froh dich zu haben.“
Sie weiß nicht mal selbst, was sie braucht; vielleicht wenn sie ne Kippe raucht? Sie will sich nicht mit ihm streiten. Und sie will darüber nicht mehr schreiben.
Da sind schon so viele Texte, Tagebucheinträge, da sind schon so viele Zeilen. Gedanken sind wie Wolken. Sie ziehen vorbei. Aber manche bleiben.

Halt mich jetzt fester,
bitte mach mich stärker.
Das schlimmste ist nämlich: mit dir wird es nicht besser.
Es wird nur erträglicher.


Maxi

Advertisements