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Der Schweiß tropft von meinen Achseln und von meinem Arsch während du mich kurz anschaust. Ich frage mich, ob du es siehst. Du hast was gesagt und ein bisschen gelächelt. Hast dich an die Wand gelehnt, in diesen schönen hohen Schuhen und dem weißen Kleid. Da hab ich mich gefragt, wo deine Schwärze bleibt, (hey) ich hab schon immer drauf gewartet, dass du sie zeigst (hast du es jemals mit mir ernst gemeint?), aber du hast dich schon wieder verkleidet. Jetzt fühl ich mich noch kleiner. Aber in der knappen Hose auch irgendwie heißer.
Dein Kopf hat sich gedreht und er stand dann vor dir. Seine Haare fast länger als deine. Das kleine Lächeln galt ihm. Aber es wirkt schon wieder gespielt, irgendwie. Für mich fühlt sich das immer noch wie weinen an und danach weiß ich: ich habe wieder zu stark geliebt. Mit mir hast du so schön Jenga gespielt.
Hat sie es gesehen, wie ich mich kleide? Hat sie gehört, wie ich mich gebe? Kann man gar nicht hören, wie ich hier lebe?
Einmal bin ich in der Früh aufgewacht und habe nicht an dich gedacht. Was hab ich da gemacht, immer noch der gleiche Ort, gleiche Zeit, ich habe dich gehasst. Aber (hey) nur bis es das nächste Mal kracht. Ich hab es das erste Mal wegen ihr gemacht! Gibt’s da nicht eigentlich dann den Moment, wo man sich zusammenrafft und einfach anruft? Oder schreibt oder kreischt oder schweigt? Trotzdem, ich hätte es ihr doch niemals gezeigt. Hätte ihr niemals gesagt, dass der Text über sie war. Ich hab sie mittlerweile hundertmal gesehen – in der Nacht. Hab ihr ein Gedicht geschrieben, ich glaub, ich hab sie mir lediglich erdacht, sie zu einem Gedanken gemacht.
Vielleicht ist sie dafür zu hetero. Aber das hab ich natürlich so nicht gemeint. Ich schreib nur auf mei’m Blog so’n Scheiß.
Wenn ich den Song noch einmal höre, kann ich mich davon nicht mehr lösen, weil ich hier alleine bin und dich darin sehen kann. Hab ich mich da verliebt, obwohl’s schon längst vorbei ist? Meine Gedanken sind ein Missverständnis.
Wenn ich mich verkrieche, bleibt nur die Frage, ob ich noch existiere. Kenn’ das nur zu gut. Erst die Trauer dann die Wut. Früher folgte nur Blut. Wo war er, als ich ihm sagen wollte, dass ich mich heute nicht geschnitten habe, obwohl ich alleine war? Auf dem Bayerischen Elitegymnasium zieht man ein Kleid zum Abiball an. Jetzt hab ich endlich mich, worauf ich stolz sein kann.


Maxi

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